Zusätzliche „Eifel-Bunker-Tour“ im März 2022

Zeitreise entführt am 5. und 12.12. sowie 6. März 2022 in abgeschaltete Kommandozentralen von Bund, Land und Zentralbank

Alle Schotten dicht: 25 Tonnen schwere Rolltore verschließen den Zugangsbereich des Regierungsbunkers noch heute in 10 Sekunden – beeindruckend und beklemmend zugleich. AUS AKTUELLEM ANLASS: Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hat viel menschliches Leid und materielle Schäden hinterlassen. Auch wir als Veranstalter-Team der „Eifel-Bunker-Tour“ (EBT) sind betroffen.

Wir senden in dieser Krise und ihrer Bewältigung ein klares Signal:

die „Eifel-Bunker-Touren“ finden wie geplant statt!

Diese Veranstaltung verstehen wir auch als einen kleinen Schritt im Neuanfang, von dem wir alle wissen, wie schwierig und langwierig der Weg Richtung Normalität sein wird.

Wir nutzen die EBT auch, um über die Geschehnisse des 14./15. Juli und die Tage danach mit all ihrer Hilfe und Solidarität zu informieren. Denn auch das ist Teil dieser Katastrophe: Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft sind nicht nur eine konkrete Hilfestellung für die vielen Betroffenen, sondern auch Motivation im Gefühl, nicht allein zu sein.

Die drei Bunker unserer Tour sind „trocken“, blieben also vom Hochwasser verschont.

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Geheime Bunker, abgeschaltete Kommandozentralen, unterirdische Tresorkammern und Operationssäle: der Kalte Krieg hinterließ Orte der Zeitgeschichte, die 30 Jahre lang für den Ernstfall Atomkrieg eingerichtet waren. Die „Eifel-Bunker-Tour“ entführt am 5. und zusätzlich am 12. Dezember 2021 sowie 6. März 2022 in drei markante Originalschauplätze dieser Zeit. Ein exklusives Tagesprogramm erklärt die Einrichtung und ihre Hintergründe. Start- und Zielort der Tour ist die "Dokumentationsstätte Regierungsbunker" in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Dauer der Tour beträgt acht Stunden (10 bis 18 Uhr).

Die Welt Anfang der 1960er Jahre: Mauerbau, Kuba-Krise wie auch eine beschleunigte atomare Aufrüstung gehen in die Geschichte ein als Spannungsphase. Die NATO-Strategen entwerfen Szenarien für den Ernstfall. Ein wichtiger Aspekt kommt Bunkerbauten für politische, militärische oder wirtschaftliche Entscheidungsträger zu. Ein ganzes System wird geheim geplant und gebaut. Nicht nur die Bundesregierung richtet ihren geschützten Ausweichsitz in der Eifel ein, sondern auch die nordrhein-westfälische Landesregierung und deren Landeszentralbank.

Fernschreibzentrum aus den 1970er Jahren im Bunker der nordrhein-westfälischen Landesregierung.Durch dieses Kapitel des kalten Krieges und in drei einstige Staatsgeheimnisse entführt die „Eifel-Bunker-Tour“. Der Regierungsbunker im Ahrtal als Kopf eines bundesdeutschen Katastrophenmanagements ist der Ausgangspunkt für die anschließende Busfahrt zu den angeschlossenen Krisenzentren von Landesregierung und Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen.

Unterirdische Operationssäle, ein Friseursalon oder das Bunker-Bundespräsidialamt werden besichtigt. Wie auch das Schlafzimmer des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten, ein voll eingerichtetes Fernschreibzentrum und sogar ein Bunker-Radiostudio den Besuchern offensteht. Die „Eifel-Bunker-Tour“ endet hinter einer tonnenschweren Tresortür und in Arbeitszimmern der Landeszentralbank. Von hier sollten im Krisenfall der Devisenverkehr, die Zahlungskreisläufe innerhalb des Landes wie auch die Bargeldversorgung für NATO-Truppen und Bundeswehr sichergestellt werden.

Der Eingangsbereich zum Bunker der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen unter einer Schule in Satzvey.Drei Bunker, eine Aufgabe: die Handlungsfähigkeit des Staates sollte auch im Atomkrieg so lange wie möglich funktionieren. Bundesweit einmalig, verbindet die „Eifel-Bunker-Tour“ drei Orte des Kalten Krieges in einem Tagesprogramm.

Mehr Infos zur Tour + Teilnahme: www.eifelbunkertour.de

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29.07.2021