Aussöhnung im Bunker

Kansa-Ausstellung in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker

Sirpa Masalin, deren "Kansa"-Skulpturen ab 29.8. auch im Regierungsbunker zu sehen sind.Ab 29. August lädt die Dokumentationsstätte Regierungsbunker mit „Kansa“ zur ersten Kunstausstellung im Museumszeitalter der Bunkeranlage ein. Zu sehen sind die Skulpturen des finnisch-deutschen Künstlerpaars Goller-Masalin aus Niederdürenbach in der Eifel. Der Bunker wird damit eingebunden in ein weltumspannendes Netzwerk für Verständigung und Aussöhnung, das Goller-Masalin mit ihren Objekten seit Jahren aufbauen.

„Es geht darum, Menschen zusammenzubringen - unabhängig von ihrer Sprache, Herkunft, politischen Überzeugung, Religion oder Hautfarbe“, erklärt Sirpa Masalin das Kunstprojekt „Kansa“ - was in ihrer Muttersprache „das Volk“ heißt. „Wir greifen damit die wichtigen Themen Frieden, Freiheit, Bewusstsein für die Umwelt, Achtung der Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung auf.“

Kansa - das sind menschenähnliche Skulpturen, die aus Holz und rostigem Draht kreiert werden. An verschiedensten Orten der Welt, so in Chicago, Tokio, Berlin, Jerusalem oder Shanghai, stehen sie in unterschiedlichsten Farben und Formen für die menschliche Vielfalt, individuell benannt und so erstellt, das jedes Objekt als Unikat identifiziert werden kann. Über die weltweite Kansa-Expansion informiert die Internetseite www.goller-masalin.com.

„Mit der Ausstellung im Bunker - hier arbeiten wir auch mit schnellrostendem Spezialstahl, wie er am Zugang der Dokumentationsstätte verarbeitet wurde - setzen wir im internationalen UN-Jahr der Aussöhnung ein Zeichen. Hier, an einem Ort, der über Jahrzehnte für einen Weltkrieg vorgehalten wurde, hat die Botschaft unserer Arbeit sicher einen besonderen Stellenwert“, so die finnische Künstlerin, die seit über 20 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet.

Die Ausstellung ist vom 29.8 bis 29.10. im Rahmen der Öffnungszeiten der Dokumentationsstätte zu besichtigen.

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20.08.2009 Ausstellung, Kansa