Aktuelles

26.11.2009

Wenn Teller, Messer und Gabel Geschichte erzählen

Unten Bunker, oben Bratkartoffeln und Übernachtung der Spitzenklasse

32 Seiten stark, beschreibt die Broschüre „Für uns Kinder war es eine spannende Umgebung. Wir sind durch die Weinberge gezogen und in unserer Phantasie war da schon die Geschichte, in einem Loch zu verschwinden, durch den Berg zu rutschen und im Regierungsbunker zu landen.“ Erinnerungen von Ester Glöde, bei denen der Hotelchefin ein Lächeln übers Gesicht huscht. Dann ist sie wieder ganz bei der Sache, und die heißt „Hohenzollern“.

1973 übernahm die Familie das Ausnahmehotel „Hohenzollern“ hoch über Ahrweiler, keine 300 Meter vom gut getarnten östlichsten Zugang des Regierungsbunkers entfernt. Von der …


07.11.2009

Vor 50 Jahren

Am 9.11.1959 fiel der Startschuss für Deutschlands Staatsgeheimnis Nummer 1

32 Seiten stark, beschreibt die Broschüre Vor einem halben Jahrhundert, am 9. November 1959, begann mit der Frühschicht der Thyssen Schachtbau AG. der Bau des Regierungsbunkers im Ahrtal. Zunächst ging es um die Trümmerräumung und die Schadensanierung in zwei ehemaligen Eisenbahntunneln, dann um den Bunkerausbau. Die Baumaßnahme dauerte 12 Jahre und verschlang 2,44 Mrd. Euro. Der Zweck: Im Falle eines 3. Weltkrieges sollte hier die Bundesregierung mit ihren Arbeitsstäben geschützt weiter funktionieren. Von 1965 bis 1989 fanden dafür im Regierungsbunker regelmäßig Übungen statt, in denen das Kriegsszenario …


19.10.2009

Zeitzeugen und Zeitgeschichte

Bunker-Architekt Hans Walter stellte sich in der Dokumentationsstätte den Fragen der Gäste

Bunker-Architekt Hans Walter im Gespräch mit den Besuchern der Dokumentationsstätte Regierungsbunker (am 18.10.2009).Vor 50 Jahren: Es waren einfache, drei Kilometer lange Röhren eines Eisenbahntunnels, 10 Meter im Durchmesser, an einigen Stellen gesprengt und mit Steintrümmern verstopft. Doch innerhalb von 12 Jahren entstand in und um sie herum eine Kleinstadt. Atombombensicher, in sich autark konzipiert für den Morgen nach dem 3. Weltkrieg. Eine technische, architektonische, streng auf ihre Aufgabe zugeschnittene Meisterleistung – darin waren sich Freund und Feind des Regierungsbunkers einig. Entworfen wurde das Bunker-Labyrinth ab 1959 im Essener Architekturbüro der Familie Walter. „DIWI“ lautete der Name – für …


10.09.2009

Bunker gestürmt

05.09.2009: Über 1.100 Gäste in der Dokumentationsstätte

Besucheransturm in Ahrweiler: 1.158 Gäste kamen am 5.9. in die Dokumentationsstätte - ein neuer Tagesrekord.Museumsleiterin Heike Hollunder hatte ihrer Mannschaft einen Teller mit Schokolade bereit gestellt. Nervennahrung und eine süße Freundlichkeit am Morgen des Tages, von dem alle wussten, er wird in die Geschichte der Dokumentationsstätte eingehen. Bereits vor Wochen wurde wegen der starken Nachfrage für den 5. September ein Stopp weiterer Buchungen beschlossen. Denn auch die „normale Laufkundschaft“ würde ihre Führung durch das ehemalige Staatsgeheimnis Nummer 1 bekommen. Am Ende des ersten Septembersamstages 2009 waren es 1.158 Besucher – ein neuer Gästerekord.

Eine Herausforderung an den Bunker und seine Mitarbeiter aus der …


06.09.2009

Im Sandfilter wühlen, beim WDR auf Sendung gehen

Teil 2 der Eifel-Bunker-Tour: Der Ausweichsitz in Urft

Wühlen im Sandfilter. Hier sollte die Außenluft nach einem Atomschlag für den Betrieb im Bunker abgekühlt werden. Heute ertasten Besucher diese Idee.Urft ist ein kleiner Ort in der Eifel, der nach einer Stunde Busfahrt vom Regierungsbunker in Ahrweiler erreicht wird. Ein Ort, wie es ihn tausendfach in Deutschland zu geben scheint. Nichts weist in dieser Normalität darauf hin, das abseits und angrenzend an einen Wald der Ausweichsitz der Landesregierung Nordrhein-Westfalen liegt. Das Bundesland, in dem auch die „provisorische Bundeshauptstadt Bonn“ lag und das immer als ein Hauptangriffsziel bewertet wurde – im Atomkrieg genauso wie bei der Spionage des Ostens im Kalten Krieg. Insofern verwundert es nicht, dass die Anlage der …


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